Otto Brenner Preis 2026

Otto Brenner Preis 2026

Nach einem Jahr Pause schreiben wir 2026 den Otto Brenner Preis für kritischen Journalismus wieder aus. Für die 21. Ausschreibung haben wir den Preis weiterentwickelt, den Fokus neu ausgerichtet und sind eine Kooperation mit Netzwerk Recherche eingegangen.

Online Bewerbung

Die Bewerbungen für den Otto Brenner Preis für kritischen Journalismus 2026 sind geöffnet (bis 04.03.2026, 23:59 Uhr).

Bevor eine Bewerbung eingereicht wird, bitten wir um Kenntnisnahme der untenstehenden Informationen.

Direkt Bewerben

Neuausrichtung des Otto Brenner Preis für kritischen Journalismus

Nach der Verleihung und der 20-Jahr-Feier des Otto Brenner Preises im Jahr 2024 haben Stiftung und Jury den Preis weiterentwickelt und neu ausgerichtet.

Die Vergabe von Recherchestipendien wird in Anzahl und Dotierung aufgewertet, um die Recherche als Fundament des kritischen Journalismus zu stärken. Auch wird der Preis ab diesem Jahr in Kooperation mit Netzwerk Recherche im Rahmen der NR-Jahreskonferenz in Hamburg vergeben.

Die Zielsetzung des Preises bleibt bestehen. Der Preis für kritischen Journalismus orientiert sich am politischen Vermächtnis Otto Brenners:
Er machte Zivilcourage zum Maßstab seines Handelns und forderte das auch von seinen Mitmenschen.

"Nicht Ruhe und Unterwürfigkeit gegenüber der Obrigkeit ist die erste Bürgerpflicht,
sondern Kritik und ständige demokratische Wachsamkeit."

(Otto Brenner 1968)

Jury und Stiftung wollen durch die Vergabe des Preises und der Stipendien

  • gesellschaftlich relevante, nicht ausreichend behandelte Themen in das Blickfeld der Öffentlichkeit rücken. Dazu gehören Themen wie: unternehmerische Verantwortung, Macht- oder Amtsmissbrauch, Diskriminierung, Manipulation der öffentlichen Meinung, Missmanagement, Korruption usw.
  • Journalist*innen, insbesondere auch am Anfang ihrer Karriere, ermutigen, ungeachtet möglicher Konsequenzen, unbequeme Fragen zu stellen und Missstände klar zu benennen.
  • herausragende lokale Recherchen auszeichnen, die kritischen Journalismus für Leser*innen vor Ort erfahrbar machen und in ihre Lebenswirklichkeit integrieren.
  • Beiträge prämieren, die sich durch eine eigenständige und gründliche Rechercheleistung positiv absetzen und in Sprache, Stil und Darstellungsweise Maßstäbe setzen.

 Das Preisgeld von 35.000 Euro wird in folgender Aufteilung vergeben:

  • Otto Brenner Preis für kritischen Journalismus, dotiert mit 5.000 Euro
  • Preis für die beste lokale Recherche, dotiert mit 3.000 Euro
  • Newcomerpreis für engagierten Journalismus, dotiert mit 3.000 Euro
  • 4 Recherche-Stipendien, jeweils dotiert mit 5000-9000 Euro (gesamt 24.000 Euro)

Kategorien

Otto Brenner Preis für kritischen Journalismus

Mit dem Otto Brenner Preis für kritischen Journalismus werden Beiträge ausgezeichnet, die ein gesellschaftlich bedeutendes Thema in einzigartiger Recherchetiefe und exzellentem Stil verständlich und plausibel präsentieren. 

Preis für die beste lokale Recherche

Mit dem Preis für die beste lokale Recherche werden herausragende journalistische Beiträge gewürdigt, die lokale und regionale Themen behandeln, tief in lokale Strukturen eintauchen und Probleme und Missstände aufdecken.  

Newcomer*innenpreis für engagierten Journalismus

Mit dem Newcomer*innenpreis zeichnet die Jury junge Bewerber*innen aus, die durch mutige und herausragende Leistungen aufgefallen sind. Der Newcomer*innenpreis steht Bewerber*innen bis 30 Jahre offen. 

Recherchestipendien

Es werden vier Recherche-Stipendien in Höhe von 5.000  bis 9.000 Euro ausgelobt. Die genaue Höhe ist fallabhängig und wird von der Jury festgelegt. Die jeweiligen Stipendiat*innen werden von erfahrenen Journalist*innen begleitet, die ihnen als Mentor*innen bei der journalistischen Arbeit zur Seite stehen. 

Einzureichen ist ein auf Deutsch verfasstes Themen-Exposé mit 2-5 Seiten. Es muss eine Arbeitshypothese und eine detaillierte Projektskizze beinhalten, die Vorgehensweise der Recherche skizzieren, konkrete Rechercheziele und die Leitfragen der Recherche benennen. Zudem sind ein Zeit- und Kostenplan sowie der Lebenslauf der Antragsteller*innen einzureichen. Reisestipendien werden keine vergeben.

Teilnahmebedingungen

Zu den Teilnahmebedingungen

FAQ

Zu den FAQ's

Die Jury des Otto Brenner Preises

Informationen zur Jury des Otto Brenner Preises

Stimmen zum Otto Brenner Preis

Michael Obert, Preisträger 2013
Der Otto Brenner Preis fördert engagiert den kritischen Qualitätsjournalismus. Er stärkt das Vertrauen gegenüber den Medien. Und damit zentrale Werte der Demokratie.
- Michael Obert, Preisträger 2013
Tina Groll, Bundesvorsitzende dju in ver.di
Die OBS leistet mit den Recherche-Stipendien einen wichtigen Beitrag, um investigative und kritische Recherchen zu ermöglichen und junge Talente unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrem Anstellungsverhältnis zu fördern. Ohne diese Förderung würden viele Missstände nicht aufgedeckt, kritische gesellschaftliche Fragen nicht gestellt. In Zeiten, in denen in vielen Medienhäusern gerade an dieser Stelle gespart wird, wo junge Journalist*Innen als "Freie" ohne große finanzielle Absicherung arbeiten, füllt die OBS mit den Stipendien eine Lücke und hilft dabei, dass Journalist*Innen ihren demokratischen Auftrag erfüllen können.
- Tina Groll, Bundesvorsitzende dju in ver.di
Daniel Drepper, Leiter der Recherchekooperation von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung
Recherche braucht Zeit und Zeit kostet Geld. Doch viel zu selten wird genug Geld investiert, um ReporterInnen den Freiraum zu geben, den sie brauchen, um Skandale zu enthüllen. Umso wichtiger ist die Förderung der Otto Brenner Stiftung, die nicht nur herausragende Recherchen auszeichnet, sondern auch vielversprechenden Projekten eine Anschubfinanzierung gibt. Danke dafür!
- Daniel Drepper, Leiter der Recherchekooperation von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung
Harald Schumann, Jurymitglied
Kritischer Journalismus liefert den unverzichtbaren Rohstoff für den aufgeklärten demokratischen Diskurs. Aber er erfordert mehr Mut, macht mehr Arbeit und bringt mehr Ärger als das Schwimmen im Mainstream. Darum belohnt der Otto Brenner Preis die Mutigen und Könner, die sich dem Druck der Macht nicht beugen. Sie haben es verdient.
- Harald Schumann, Jurymitglied
Hannes Munzinger, Preisträger 2017
Kritischer Journalismus ist zeitaufwändig, teuer und unerlässlich. Seine Förderung ist das beste Mittel gegen gelenkte Fehlinformation und die Versuche seiner Delegitimierung durch Populisten.
- Hannes Munzinger, Preisträger 2017
Ulrike Herrmann, Preisträgerin 2019
Wer als Journalist nicht dem Mainstream folgt, fühlt sich oft einsam. Es ist das große Verdienst der Otto Brenner Stiftung, dass sie die Projekte fördert, die einen anderen Blick wagen.
- Ulrike Herrmann, Preisträgerin 2019
Albrecht von Lucke, Preisträger 2018
Diesen Preis zu erhalten, der Otto Brenner gewidmet ist – einem Mann, der dem Kampf gegen Rechtsradikalismus und Faschismus sein Leben gewidmet und als der "Eiserne Otto", als Mitstreiter Willy Brandts und zeitweise als Häftling des NS-Regimes eine Jahrhundertbiografie gelebt hat – das ist eine große Ehre, für einen solchen Preis kann man nur dankbar sein.
- Albrecht von Lucke, Preisträger 2018
Oliver Schröm, Investigativ-Journalist und Otto Brenner-Preisträger 2019
Von der Vergabe einer der angesehensten Journalistenpreise über das Angebot von Recherche-Stipendien und Veranstaltungen bis hin zur Veröffentlichung wegweisender Studien – es gibt wohl wenige Organisationen in Deutschland, die so viel für den (investigativen) Journalismus tun wie die OBS.
- Oliver Schröm, Investigativ-Journalist und Otto Brenner-Preisträger 2019
Anja Höfer, Journalistin, Hörfunk- und Fernsehmoderatorin
Eine freie, offene Gesellschaft braucht kritischen Journalismus. Er ist eine der wichtigsten Säulen der Demokratie. Glaubwürdigkeit, Haltung und kritische Wachsamkeit sind die Tugenden eines guten Journalismus. Mit ihrer Förderung des kritischen Journalismus und mit ihrer Arbeit im Bereich der Medienkritik leistet die Otto Brenner Stiftung einen wichtigen Beitrag zu Vielfalt, Liberalität und demokratischem Bewusstsein.
- Anja Höfer, Journalistin, Hörfunk- und Fernsehmoderatorin
Hans-Jürgen Urban, geschäftsführendes Vorstandsmitglied, IG Metall
In einer Zeit, in der Öffentlichkeit und Medien durch Fake News und bewusste Lügen bedroht werden, sind aufklärender Journalismus und kritische Wissenschaft von unschätzbarer Bedeutung. Für beides stehen die von der OBS geförderten Projekte und Studien. Das ist ein großes Verdienst.
- Hans-Jürgen Urban, geschäftsführendes Vorstandsmitglied, IG Metall
Georg Restle, Redaktionsleiter WDR-Monitor und "Spezial"-Preisträger 2021
Kritischer Journalismus braucht Rückendeckung, gerade in Zeiten der zunehmenden Angriffe auf Journalist*innen und die Pressefreiheit. Auch deshalb ist die Arbeit der Otto-Brenner-Stiftung so eminent wichtig: Für den Journalismus und für eine freiheitlich verfasste Gesellschaft.
- Georg Restle, Redaktionsleiter WDR-Monitor und "Spezial"-Preisträger 2021
Tabea Rößner, MdB
Kritischer und investigativer Journalismus ist Wesenskern demokratischer Gesellschaften. Aber was ist uns dieser wert? Mit ihren Studien und Beiträgen fördert die Otto Brenner Stiftung den medienkritischen Diskurs und unterstreicht mit ihrer Auszeichnung den gesellschaftlichen Wert von Journalismus - eine wichtige Aufgabe!
- Tabea Rößner, MdB
Henriette Löwisch, Jurymitglied
Die Otto Brenner Stiftung zeichnet journalistische Arbeiten aus, die für die Schülerinnen und Schüler der DJS ein Riesen-Ansporn sind: für mutigen Journalismus, gründliche Recherche und kreatives Erzählen.
- Henriette Löwisch, Jurymitglied
Jörg Sadrozinski, Journalist
Für junge Journalisten ist der Otto Brenner Preis Ansporn und Auszeichnung zugleich. Sich um ihn zu bewerben bedeutet, sich mit Missständen auseinanderzusetzen, Kritik zu üben, und so zum Funktionieren der demokratischen Gesellschaft beizutragen. Ihn zu erhalten heißt, Exzellenz bewiesen zu haben - in der Recherche und bei der Umsetzung.
- Jörg Sadrozinski, Journalist
Sonia Seymour Mikich, Journalistin und Publizistin
Wir können die Rolle eines kritischen, unabhängigen Journalismus gar nicht überschätzen. Welcher Machtmissbrauch, welcher Korruptionsskandal, welche Menschenrechtsverletzung würde ans Licht kommen ohne mutige Reporter und Redakteure? Die Mächtigen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sind ja nicht freiwillig an Transparenz interessiert. Seien wir also Störenfriede, egal ob im Fernsehen, Radio oder online. Das ist gesunde Demokratie.
- Sonia Seymour Mikich, Journalistin und Publizistin
Volker Lilienthal, Jurymitglied
Journalistenpreise wie der der Otto Brenner Stiftung leisten zweierlei: Sie würdigen die Arbeit der Besten, fördern die Begabten. Und sie schaffen Aufmerksamkeit für kritischen Journalismus, den die freie Gesellschaft zu ihrer Aufklärung und Selbststeuerung braucht.
- Volker Lilienthal, Jurymitglied
Caterina Woj, Preisträgerin 2017
Demokratie braucht kritischen Journalismus. Er stützt und stärkt die liberale Gesellschaft. Wir sind die Mehrheit. Wir haben die Kraft und die Wahrheit auf unserer Seite.
- Caterina Woj, Preisträgerin 2017

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